Campingausrüstung

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Die meisten Motorradreisen können wahrscheinlich ohne Campingausrüstung gemacht werden. Und da eine Campingausrüstung automatisch auch mehr Gewicht und wertvollen Platz auf dem Motorrad beansprucht, ist das nicht von der Hand zu weisen. Dennoch: Ich möchte nicht ausschließlich in Hotels und Jurten übernachten. Zelt, Schlafmatte und Kocher bringen mehr Unabhängigkeit mit sich, und die Möglichkeit sich komplett frei zu bewegen – besonders in den entlegeneren Gebieten, die ich besuchen werde (z.B. entlang dem Pamir Highway in Tajikistan und Kirgisien).

Iso-Matte / Luftmatratze:
Exped's "SynMat". Manche Leute schwören auf ihre selbstaufblasbare Luftmatratze – ich nicht. Versteht mich nicht falsch: Thermarest Matratzen sind ziemlich gut, und ich habe viele Nächte gut auf ihnen geschlafen. Aber die Exped SynMat (und die DownMat) sind einfach besser. Viel besser! Sie sind geringer im Volumen, komfortabler, und sie sind wärmer]]. Der mitgelieferte Pack-Sack kann als Kissen verwendet werden, und als Zubehör gibt es ein sehr kleines und praktisches Stuhl-Kit.
Einziger Nachteil: Thermarests erscheinen mir ein wenig robuster als die SynMat, also besser fürs Biwakieren im Freien geeignet.

Zelt:
Das ideale Zelt für mich hat Stangen, die am besten senkrecht in die Motorrad-Kisten passen. Motorrad-Reisende benötigen normalerweise ein etwas größeres Zelt als Fahrradreisende, um den Helm und die Motorradausrüstung samt Stiefeln unterzubringen). Grundsätzlich gilt: ein 2-Personen Zelt sollte komfortabel genug sein für einen Fahrer, inklusive Ausrüstung.
Ich hab mich fuer das "Venus II Extreme" von Exped entschieden: 2-Personen Zelt, 2 Eingänge, große Apsiden auf beiden Seiten, freistehend. Packmaß in meinen Koffern ist 40 x 20 x 15 cm


Kochen:
Kocher gefällig? Schaut euch das an! (Oder das, falls Ihr im Land-Rover unterwegs seid ;)

OK. Zurück zur Realität. Ein McGyver-Kocher wie im ersten Beispiel oben ist schön und gut. Aber ein wirklicher Kocher ist dann doch etwas komfortabler. "Camping Gaz"? Nein Danke... vor 10 Jahren, als ich in Kathmandu/Nepal unterwegs war, rannte ich stundenlang umher nur um eine einzige Camping-Gaz-Kartusche zu finden. (Ich kann mich noch gut an das breite Grinsen des Ladenbesitzers erinnern, als er mir das 10-fache des Normalpreises abknöpfte).

Vor einem Jahr kaufte ich mir also den "Coleman Sportster". Guter Brenner, nimmt Normalbenzin – aber der Brenner ist nicht von der Kartusche abtrennbar und nimmt ziemlich viel Platz weg (etwa 1/4 des Volumens einer meiner Satteltaschen!)

Der MSR DragonFly ist kleiner und genauso gut. Er verbrennt Benzin und ist daher ideal für Motorradfahrer. Und es ist sehr einfach, die MSR Brenner-Düse zu reinigen.

TRIP UPDATE: Ich habe den MSR Dragonfly ausgiebig in Tadschikistan and Kirgisien benutzt, mit unterschiedlichsten Benzin-Qualitäten bis hin zu verbleitem 70 Oktan. Die Düse war einmal verstopft, war aber einfach zu reinigen.

Töpfe & Pfannen: Ich nehme ein kleines 1-Personeon-Set mit 2 Töpfen und 1 Pfanne mit (Vango 101). Rostfreies Stahl, und sehr klein. Dennoch groß genug für 3-Sterne "Nudeln & Pesto" oder "Pot-Noodles".