Über mich


BjornIch heiße Björn & bin 34 Jahre alt. Vor sieben Jahren habe ich Deutschland verlassen, um in England 6 Monate Auslandsstudium zu machen. Aber irgendwie hab ich's nie zurück geschafft. Stattdessen habe ich meinen Studienabschluss in England gemacht, bin reisen gegangen und habe in London vor drei Jahren einen Job gefunden. Die ersten Träume für meine momentane Weltreise hatte ich vor 5 Jahren: nach einer 3-monatigen Reise durch Südost-Asien und Australien dachte ich mir: wenn ich das nächste Mal reisen gehe, möchte ich gerne unabhängig sein von Bussen, Zügen und Taxis. Und ein Motorrad ist dafür genau das Richtige.

Erinnerungen aus meiner Kindheit und Pubertät haben sehr wahrscheinlich zu dem Gedanken vom "Reisen auf 2 Rädern" beigetragen: ich kann mich gut daran erinnern, wie ich ein altes rostiges Klapp-Rad auf "BMX-Standard" getunt habe (6-jaehrige haben wirklich SEHR viel Vorstellungskraft!). Und ganz bestimmt werde ich nie den Moment Mitte der 90er vergessen, als ich zum ersten Mal vor unserem Supermarkt die legendäre Honda Africa Twin gesehen habe.

Changing coolant and checking waterpumpWährend der letzten 1-2 Jahre nahm die Reiseplanung zunehmend Gestalt an. Ich schrieb mich für einen Motorrad-Reparatur-Kurse in London ein, und im Frühling 2007 habe ich meine geliebte Kawasaki ER-5 für mein jetziges Reise-Motorrad eingetauscht: eine BMW F650 Dakar, (seitdem ich die Sitzbank mit Schafsfell bezogen habe auch "Dolly" genannt). Obwohl die Africa Twin immer noch mein Traum war, glaube ich dass die F650 die bessere Wahl und das geeignetere Motorrad für mich ist.
Trip Update: Die Dakar war eine gute Wahl. Einziges grösseres Problem bisher war ein defektes Federbein (nach 50000 km), und 2 abgebrochene Rahmenbolzen in Tadschikistan.

Riding in the Back ForestGleich nach dem Kauf der Dakar habe ich in Deutschland an einem Offroad-Trainingkurs bei Bernd von Zitzewitz teilgenommen, und bin anschließend auf einige Ausflüge durch den Schwarzwald, die Pyrenäen, Englands "Lake District" und Cornwall gefahren.

Einigen Menschen mag es seltsam vorkommen, einen guten Job zu kündigen um auf eine unbestimmte Zeit Reisen zu gehen. Das letzte Jahr über hatte ich bestimmt ab und zu meine Zweifel daran, ob das mit dem Langzeit-Reisen wirklich so eine gute Idee ist. Reisen, um die Welt kennenzulernen, ist eine Sache – aber warum kann ich mich nicht einfach, wie normale Leute in ihren 30ern, niederlassen und sesshaft werden? Die letzten Zweifel wurden beiseitegelegt, als eine gute Freundin von mir die Sache in Perspektive gerückt hat: Manchmal muss man einfach seine eigene Komfort-Zone verlassen und das tun, was sich gerade richtig anfühlt. Wenn mir jemand vor 7 Jahren gesagt hätte, dass ich für so lange in England bleiben würde: ich hätt's nicht geglaubt. Dennoch: ich hatte eine gute Zeit hier in England, und eines habe ich gelernt: Wer weiß schon was morgen mit sich bringt?